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Peking - Ausrichter der Olympischen Spiele 2008
Metropole des bevölkerungsreichsten Staates der Welt
Balanceakt zwischen der Tradition kaiserlicher zeiten und moderner Geschäftigkeit
Am 13. Juli 2001 wurde Peking (Beijing) vom IOC zum Ausrichter der Olympischen Spiele 2008 gewählt. Das Motto dieser weltweiten Begegnung der Sportler steht unter dem Motto: Grüne, High-Tech- und Kulturelle Olympische Spiele 2008. Bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Athen 2004 hatte Peking als nächste Ausrichterstadt die Gelegenheit, sich und das Land zu präsentieren. Die achtminütige bunte Präsentation fand allerdings eingeteiltes Echo von "hervorragend udn stolz" bis "kitschig". Aus chinesischer Sicht ist diese Generalprobe für Peking 2008 geglückt. Die Planer des Pekinger Olympiaprojekts haben sichdurch die explodierenden Kosten auf Änderungen eingestellt, und es wird sich 2008 herausstellen, ob die mit Schutzmasken durch die Straßen laufenden Pekinger zum alltäglichen Straßenbild gehören werden. Für die am 8. August bis 24. August 2008 dauernden Spiele gilt der Slogan One Workld, One Dream .Die Anzahl der in Peking teilnehmenden Sportarten wurden auf 28 festgesetzt. Eine erfreuliche Medlung besagt, dass sich die beiden Staaten Nordkorea und Südkorea auf eine gemeinsame Mannschaft geeinigt haben und bereits bei den Asienspielen in dieser Einigkeiit sich präsentieren wollen.
Das verantwortliche Planungskomitee setzt alles daran, durch eine weitere Verbesserung der Verkehrs- und Wohnungsstruktur zu gewährleisten, dass sowohl die Unterbringung der Sportler, Offiziellen und Touristen gewährleistet als auch ein reibunsgloser Verkehr zu und von den Sportstätten garantiert ist. Bereits seit vielen Jahren stimmt die Regierung der Volksrepublik China seine Bewohner auf die Begegnung mit der ganzen Welt ein. Durch zum Teil unpopuläre Maßnahmen versucht sie, manche Verhaltensweisen vornehmlich der Bewohner der Randbezirke drastisch zu ändern. Aber leider mussten die reizvollen alten Wohnstrukturen repräsentativen Neubauete weichen, denn die chinesische Regierung verbindet mit der Ausrichtung dieser Olympischen Spiele 2008 in Peking auch das Ziel, der Welt überdeutlich ihren unerschütterlichen "Machtanspruch" und die Ausstrahlung eines modernen Staates demonstrieren. Dennoch müssen auf Grund der explodierenden Kosten die Investitionen für Olympia 2008 geringer ausfallen. Einige Projekte mussten "abgespeckt" werden. Die Planer des Pekinger Olympiaprojekts sind vorsichtiger geworden, und die anfängliche überschäumende Euphorie ist der Erkenntnis gewichen, nur das Machbare zu ermöglichen. Dennoch wird es zu einer Begegnung mit "China im Sonntagsgewand" kommen. Eine wesentliche Hoffnung verbindet die westliche Welt , dass den Verantwortlichen der Zentralregierung in China auch bewusst ist, dass das Thema "Menschenrechte" vor den Spielen 2008 wieder erneut in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt ist.
Gerade in Chinas Metropole Peking ist der Gegensatz von Tradition und Wandel spürbar. Peking ist nicht nur das kulturelle, wissenschaftliche und politische Zentrum des Reiches der Mitte, sondern die Millionenmetropole ist auch ständig darum bemüht, wirtschaftlich die Spitzenposition einzunehmen und liegen damit in ewigem Wettstreit mit Shanghai. "Schneller, besser und effektiver" wollen die Pekinger in einem von eifersüchtigem Argwohn geprägten Wettstreit mit Shanghai die Mitfavoriten aus Shanghai auf Distanz halten. In Peking trifft der Gast auf eine moderne, dynamische Stadt, deren Tradition sich immer rascher in gesichtslosen Wolkenkratzern verliert. der Besucher kommt an Hunderten von großbaustellen vorbei, auf denen Tag udn Nacht emsig und effektiv gearbeitet wird, udn er trifft eine Bevölkerung an, die ebenso emsig darauf bedacht ist,eine großstädtische Hektik zu verbreiten und den Reichtum der Millionenstadt nach außen hin zu demonstrieren.
Eine Pekinger Redensart sagt: "In Peking gibt es 360 große Hutong und so viele kleine Hutong wie Haare auf einem Ochsen." heute gibt es inPeking noch etwa 30000 Hutong, in denenfast die Hälfte der Stadtbevölkerung wohnt. Leider - für den Touristen - werden allerdings diese Hutong auf grund der Umgestaltung des Stadtzentrums immer seltener, und die Stadt Peking verliert dadurch aber auch das gesuchte vom Gast geschätzte Flair.
Nicht jedem Besucher wird die Gelegenheit haben, Chinas Metropole in ihrem ganzen Facettenreichtum und so intensiv zu erkunden, wie es diese Stadt zweifellos verdient. Doch die herausragendsten Sehenswürdigkeiten muss er kennenlernen. Der zentrale Platz des Himmlischen Friedens, Schauplatz des Massakers vom 4. Juni 1989, auf dem sich eine Million Menschen versammeln können, ist für die meisten Pekingbesucher Ausgangspunkt einer Stadtbesichtigung. Die Große Halle des Volkes und das Museum der Geschichte begrenzen den Tian´anmen-Platz. Und auf dem riesigen Vresammlungsplatz steht das Denkmal für dei Volkshelden, un unverkennbar zeigt auch das Mausoleum für den Vorsitzenden Mao sowjetischen Einfluss. Durch das Tor des Himmlischen Friedens betritt der Gast den Kaiserpalast und die Verbotene Stadt udn wird sogleich in eine andere Welt entführt. 500 Jahre Geschichte mit Hallen, Gemächern und Pälästen ungeahnten Ausmaßes reihen sich entlang der Nord-Süd-Achse. Dieser gewaltigen Pracht kann sich kein Besucher entziehen.. und er wird sicherlich noch auf den Kohlehügel gegenüber dem Nordtor besteigen, von dem aus er eine phantastische Aussicht über den Kaiserpalast udn auch die Skyline Pekings mit ihrenüberall wie Pilze aus dem Boden schießenden Wolkenkratzer hat.
Der Gast wird quasi als Erholungspause die einstündige Fahrt zum 20 km entfernten Sommerpalst am westlichen Stadtrand genießen und in eine weiräumige Gartenanlage mit Wohngebäuden, Tempeln und Pavillons an einem flachen, künstlichen See eintauchen. Der Weg zum ruhigen Seeufer bringt den Gast zum berühmten mosaikverzierten Marmorboot. Als wahrscheinlich eindrucksvollste Sehenswürdigkeit gilt der von der Kaiserwitwe Cixi initiierte Wandelgang , dessen Deckenbalken mit Tausenden von Bildern aus der chinesischen Mythologie geschmückt sind. Etwa auf halbem Weg kommt der Gast zu einer Tempelanlage, die sich den Hügel entlang erstreckt, der in der spektakulären achteckigen und 41 m hohen Pagode des Dufts und des Buddhas ihren Abschluss findet.
Als Tagesausflug kombiniert gehören der Besuch der Ming-Gräber nördlich der Stadt Peking und der bei Badaling restaurierte Abschnitt der Großen Mauer zu äußerst lohnenswerten Abstechern. Etwa 50 km nördlich von Peking liegen die 13 von 16 Kaiser der Ming-Dynastie in einem Talkessel, bewacht in der Geisterstraße von überlebensgroßen Tier- und Menschengestalten. Die in Stein gehauenen Tiere udn konfuzianische Beamte hüten paarweise diese Prunkstraße dieses chinesischen tals der Könige.Der gesamte Grabkomplex war ehemals durch dicke Mauern umgeben und streng bewacht. Durch Tempelanlagen mit rotlackierten Opferhallen (32 Säulen aus massivem Teakholz gefertigt und 12 m hoch) gelangt der Besucher zum Stelentor, dem Eingang zum unterirdischen Palast. Begehbar ist allerdings lediglich dieser unterirdische Palast im restaurierten Grab Dingling, welches die Bestattungskultur der chinesischen Kaiserhöfe veranschaulicht.
Ein Stück der am Badaling-Pass restaurierten Großen Mauer lockt alljährlich die meisten Touristen aus aller Welt an. Die mächtigen Wach- und Feuersignaltürme kann der Besucher auf diesem Abschnitt über die stellenweise recht steilen und in unterschiedlicher Höhe gefertigten Mauertreppen erklimmen und dabei erregende Ausblicke auf den weiteren Verlauf der Großen Mauer genießen. Die Große Mauer ist Chinas antibabarischer Schutzwall, der sich wie ein Lindwurm durch die gebirgige Landschaft windet. Erbaut wurde diese 6300 km "Lange Mauer" zur Zeit der Ming-Dynastie, als gerade die Mongolen vertrieben warn und die damaligen Herrscher den ehemaligen Eindringlingen die Rückkehr durch den Ausbau dieser gewaltigen Schutzanlage erschweren wollten. Dieser Schutzwall zieht als 3 bis 8 Meter hoher Wall mit 12 Meter hohen Türmen über Bergrücken, Pässe udn Gipfel. Er war nie eine Grenzmarkierung, sondern diente weit hinter Chinas Grenze gegen anrückende Barbaren als militärisches Hindernis und Nachrichtensystem. Eine weitere Möglichkeit, eine herrliche Aussicht über diese gewaltige Schutzanlage zu genießen, bieten die weniger bevölkerten Mauerabschnitte bei Simatai und Mutianyu. Hier bringt eine Seilbahn die Gäste auf den höchsten Gipfel.
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